MPU-Kosten

MPU-Kosten 2026: Was kostet eine MPU wirklich?

Aktualisiert am . Preisquellen stehen bei den jeweiligen Angaben.

Kurz beantwortet

Die Begutachtung selbst kostet meist mehrere hundert Euro. Der gesamte Weg kann bei einer einfachen Konstellation unter 1.000 Euro bleiben – mit Nachweisen und umfangreicher Vorbereitung auch mehrere tausend Euro. Es gibt keinen bundesweit einheitlichen Preis.

Kostenblöcke einer MPU im Überblick
Kostenblock und wann er anfälltGrößenordnung
Begutachtung (MPU inkl. Gutachten)ja, wenn die MPU angeordnet istca. 400–800 € laut ADAC; TÜV NORD je nach Anlass bis ca. 1.100 €
Antrag bei der Führerscheinstellebei NeuerteilungGebührenrahmen 35,70–258,50 €, dazu ggf. Auslagen
Abstinenznachweisenur, wenn sie in deinem Fall fachlich nötig sindca. 70–100 € je Urinprobe, ca. 200–300 € je Haaranalyse (ADAC)
MPU-Vorbereitungfreiwilligbei MPUdeincoach 890 € – 2.290 € je nach Umfang

Anbieterangaben und Gebührenrahmen mit Quellen in den verlinkten Abschnitten, abgerufen am 24.09.2026. Welche Posten in deinem Fall tatsächlich anfallen, hängt von Anlass, Behörde und Nachweisbedarf ab.

Wer eine MPU machen muss, findet im Internet sehr unterschiedliche Preisangaben. Manche sprechen von 500 oder 700 Euro, andere von Gesamtkosten über 2.000 oder sogar 3.000 Euro.

Der Grund: Unter MPU-Kosten werden häufig mehrere unterschiedliche Ausgaben zusammengefasst.

Die eigentliche medizinisch-psychologische Begutachtung ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Hinzukommen können Kosten des Fahrerlaubnisverfahrens, benötigte Unterlagen, eine professionelle MPU-Vorbereitung und – je nach Fall – Abstinenznachweise oder weitere Untersuchungen.

Ein Teil dieser Kosten entsteht aufgrund des Fahrerlaubnisverfahrens oder der Begutachtung. Andere Ausgaben, insbesondere eine kostenpflichtige Vorbereitung, sind freiwillig. Abstinenznachweise wiederum sind nicht bei jeder MPU notwendig, können aber in bestimmten Fällen fachlich entscheidend sein.

Inhaltsverzeichnis
  1. Was kostet eine MPU insgesamt?
  2. Was kostet die eigentliche MPU?
  3. Kostet das MPU-Gutachten noch einmal extra?
  4. Was kostet der Antrag bei der Führerscheinstelle?
  5. Welche zusätzlichen Kosten können beim Führerscheinantrag entstehen?
  6. Was kostet eine MPU-Vorbereitung im Überblick?
  7. Ist eine MPU-Vorbereitung gesetzlich vorgeschrieben?
  8. Was kosten Abstinenznachweise?
  9. Kostenüberblick nach MPU-Anlass
  10. Deinen persönlichen Kostenplan aufstellen
  11. Was kostet eine zweite MPU?
  12. Praxisbeispiele: Was kostet der gesamte MPU-Weg wirklich?
  13. Was sagen diese Beispielrechnungen wirklich aus?
  14. Welche MPU-Kosten sind zwingend – und welche nicht?
  15. Wo entstehen in der Praxis unnötige MPU-Kosten?
  16. Warum solltest du MPU-Vorbereitungen nicht nur nach dem Preis vergleichen?
  17. Was kostet die MPU-Vorbereitung bei MPUdeincoach?
  18. Häufige Fragen zu MPU-Kosten
  19. Fazit: Mit welchen MPU-Kosten solltest du 2026 rechnen?

Was kostet eine MPU insgesamt?

Für eine realistische Kostenrechnung solltest du mehrere Bereiche voneinander unterscheiden:

  • die eigentliche MPU bei einer Begutachtungsstelle,
  • das Fahrerlaubnis- beziehungsweise Neuerteilungsverfahren,
  • gegebenenfalls zusätzliche Unterlagen wie Passfoto, Sehtest oder Erste-Hilfe-Nachweis,
  • eine freiwillige MPU-Vorbereitung,
  • gegebenenfalls Abstinenznachweise,
  • eventuell weitere Labor-, medizinische oder organisatorische Leistungen.
Drei Kostenarten, die oft in einen Topf geworfen werden. Welche Posten bei dir anfallen, entscheidet dein konkreter Fall.

Deshalb kann der gesamte MPU-Weg bei einer vergleichsweise einfachen Konstellation unter 1.000 Euro bleiben – oder bei umfangreicher Vorbereitung und zusätzlichen Nachweisen mehrere tausend Euro kosten.

Eine pauschale Aussage wie „Eine MPU kostet 2.500 Euro“ ist deshalb genauso ungenau wie „Eine MPU kostet 600 Euro“.

Beides kann im Einzelfall stimmen. Beides ist aber kein allgemeiner MPU-Preis.

Was kostet die eigentliche MPU?

Die medizinisch-psychologische Untersuchung wird bei einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung durchgeführt.

Früher gab es für die MPU feste Gebührenpositionen. Seit dem 1. August 2018 sind die früheren Gebührennummern 451 bis 455 jedoch nicht mehr anzuwenden. Die Begutachtungsstellen legen ihre Entgelte daher selbst fest.

Das bedeutet: Zwei Begutachtungsstellen können für vergleichbare Untersuchungen unterschiedliche Preise verlangen.

TÜV NORD nennt aktuell je nach Informationsseite eine Größenordnung von ungefähr 400 bis 960 Euro beziehungsweise 550 bis 1.100 Euro und weist ausdrücklich darauf hin, dass der konkrete Preis vom Begutachtungsanlass abhängt.

Quelle: TÜV NORD, MPU-Kosten und MPU-FAQ, abgerufen am 24.09.2026. Die verschiedenen Spannen sind Anbieterinformationen, kein verbindliches Angebot für deinen Fall.

Der ADAC nennt aktuell für die eigentliche Begutachtung ungefähr 400 bis 800 Euro.

Quelle: ADAC, Ablauf und Kosten der MPU (abgerufen am 24.09.2026).

Diese Beträge sind Orientierungspreise, keine bundesweit verbindlichen Gebühren.

Sind Alkohol-, Drogen- und Punkte-MPU immer gleich teuer?

Nein.

Der Begutachtungsanlass kann den Umfang und damit auch den Preis beeinflussen.

Eine Begutachtung wegen Punkten kann anders kalkuliert werden als eine Alkohol- oder Drogenfragestellung. Besonders umfangreich können kombinierte Fragestellungen sein, wenn beispielsweise gleichzeitig Alkohol und wiederholte Verkehrsauffälligkeiten beurteilt werden müssen.

Kostet das MPU-Gutachten noch einmal extra?

Die Begriffe „MPU-Kosten“, „Gutachtenkosten“ und „Untersuchungsgebühr“ werden häufig miteinander vermischt.

Das schriftliche MPU-Gutachten ist grundsätzlich das Ergebnis der in Auftrag gegebenen medizinisch-psychologischen Begutachtung.

Wenn eine Begutachtungsstelle beispielsweise 700 Euro für eine MPU verlangt, bedeutet das deshalb normalerweise nicht:

700 Euro für die MPU plus anschließend noch einmal 700 Euro für das Gutachten.

Die gutachterliche Bewertung gehört zum Begutachtungsauftrag.

Zusätzliche Kosten können allerdings entstehen, wenn besondere zusätzliche Untersuchungen oder Leistungen notwendig werden.

Was kostet der Antrag bei der Führerscheinstelle?

Wenn die Fahrerlaubnis entzogen wurde, muss sie in der Regel neu beantragt werden.

Für die Neuerteilung nach vorangegangener Versagung oder Entziehung, nach einem Verzicht oder nach einer Sperrfrist sieht die Gebührenordnung einen Rahmen von aktuell 35,70 bis 258,50 Euro vor.

Der genaue Betrag hängt vom jeweiligen Verfahren und Verwaltungsaufwand ab.

Quelle: Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr, Anlage, Nummer 202.3. Weitere Auslagen können hinzukommen.

Der ADAC setzt in seinen unten verlinkten Kostenbeispielen rund 250 Euro für den Führerscheinantrag an.

Das ist jedoch kein bundesweit garantierter Festpreis.

Welche zusätzlichen Kosten können beim Führerscheinantrag entstehen?

Die reine Verwaltungsgebühr ist nicht zwingend die einzige Ausgabe.

Bei einer Neuerteilung können je nach Fahrerlaubnisklasse und vorhandenen Unterlagen weitere Nachweise benötigt werden.

Für die Klassen A, A1, A2, AM, B, BE, L oder T nennt das baden-württembergische Serviceportal unter anderem:

  • ein biometrisches Passfoto,
  • eine Sehtestbescheinigung,
  • einen Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe.

Bei höheren Fahrerlaubnisklassen können weitere ärztliche Untersuchungen hinzukommen. Ein Führungszeugnis wird beispielsweise bei bestimmten D-Klassen verlangt – nicht pauschal bei jedem MPU-Fall.

PRAXIS: Die kleinen Kosten werden oft vergessen

Mehr über den gesamten Ablauf einer MPU

Was kostet eine MPU-Vorbereitung im Überblick?

Bei der MPU-Vorbereitung entstehen besonders große Preisunterschiede.

Der Grund ist, dass „MPU-Vorbereitung“ kein einheitliches Produkt bezeichnet.

Darunter fallen beispielsweise:

  • Bücher und Workbooks,
  • digitale Selbstlernprogramme,
  • Videokurse,
  • Gruppenseminare,
  • einzelne Beratungsgespräche,
  • umfangreiche 1:1-Vorbereitungen,
  • Hybridprogramme,
  • Gutachten- oder Aktenanalysen,
  • MPU-Simulationen,
  • Intensiv- und Premiumprogramme.

Ein digitaler Selbstlernkurs kann deshalb nicht direkt mit einer mehrstündigen persönlichen Einzelvorbereitung verglichen werden.

Gibt es einen durchschnittlichen Preis für eine MPU-Vorbereitung?

Eine Zahl wie 1.500 Euro sollte nicht als allgemeiner deutscher Durchschnitt bezeichnet werden.

Dafür unterscheiden sich die Produkte zu stark.

Aktuelle Marktbeispiele zeigen die Spannweite:

TÜV SÜD verlangt derzeit 1.899 Euro für eine individuelle Vorbereitung mit einer Erstberatung und acht weiteren Einzelsitzungen à 50 Minuten.

Quelle: TÜV SÜD, Einzelkurs, angezeigter Bruttopreis am 24.09.2026. Das ist ein konkretes Fremdanbieter-Beispiel, kein Marktmittelwert und kein Preis von MPUdeincoach. Zusätzliche Sitzungen können separat kosten.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ein teureres Angebot automatisch fachlich besser ist.

Warum unterscheiden sich die Vorbereitungskosten so stark?

Entscheidend ist der tatsächliche Leistungsumfang.

Ein Selbstlernprogramm verursacht wenig persönliche Beratungszeit. In einem Gruppenkurs verteilt sich die Zeit des Beraters auf mehrere Teilnehmer.

Bei einer individuellen 1:1-Vorbereitung wird dagegen persönlich am jeweiligen Fall gearbeitet. Je nach Angebot können beispielsweise Fallanalyse, Aktenarbeit, Ursachenaufarbeitung, Verhaltensänderung, Rückfallprävention, Arbeitsmaterialien, Check-ups oder MPU-Simulationen dazugehören.

Deshalb sollte nicht nur der Endpreis betrachtet werden.

Die bessere Vergleichsfrage lautet: Welche konkrete Leistung erhalte ich für diesen Preis?

Vorbereitungsangebote und enthaltene Leistungen vergleichen

Ist eine MPU-Vorbereitung gesetzlich vorgeschrieben?

Nein.

Es gibt keine allgemeine gesetzliche Pflicht, vor einer MPU einen Vorbereitungskurs oder eine Beratung zu absolvieren.

Das bedeutet aber nicht, dass die MPU mit einigen auswendig gelernten Antworten erledigt werden kann.

Im Mittelpunkt einer fachlichen Fahreignungsbegutachtung stehen vielmehr Fragen wie:

  • Wurde die frühere Problematik verstanden?
  • Sind die Ursachen nachvollziehbar aufgearbeitet?
  • Was hat sich tatsächlich verändert?
  • Wie stabil ist diese Veränderung?
  • Welche Strategien bestehen für zukünftige Risikosituationen?
  • Wie soll verhindert werden, dass sich das frühere Verhalten wiederholt?

Was eine fachlich sinnvolle MPU-Vorbereitung ausmacht

Was kosten Abstinenznachweise?

Abstinenznachweise können bei bestimmten Alkohol- und Drogenfällen einen erheblichen zusätzlichen Kostenblock darstellen.

Sie sind jedoch nicht automatisch Bestandteil jeder MPU.

Der ADAC nennt aktuell ungefähr:

  • 70 bis 100 Euro pro Urinuntersuchung,
  • 200 bis 300 Euro pro Haaranalyse.

Quelle für diese Untersuchungspreise: ADAC, MPU-Kosten, abgerufen am 24.09.2026. Frage nach dem Gesamtpreis des Programms einschließlich Aufnahme, Probenentnahme, Labor und Abschlussbescheinigung.

Je nach Anzahl der Untersuchungen kann daraus schnell ein Betrag von mehreren hundert Euro entstehen.

Welche Nachweise benötigt werden, kann nicht allein über die Kosten entschieden werden. Nachweismethode, Zeitraum und formale Verwertbarkeit müssen zur jeweiligen Problematik passen.

Welche Abstinenznachweise infrage kommen und worauf dabei zu achten ist

Urinscreenings: Einzelpreis und Programm unterscheiden

Für deinen Kostenplan zählt nicht nur eine einzelne Probe. Lass dir die vereinbarte Zahl der Kontrollen, den Gesamtzeitraum und mögliche Zusatzgebühren schriftlich nennen. Kläre außerdem, wie kurzfristige Einbestellungen mit deinem Alltag vereinbar sind und welche Regelungen bei Krankheit oder Abwesenheit gelten.

Haaranalysen: Eignung vor dem Preisvergleich klären

Ob eine Haaranalyse geeignet ist, hängt unter anderem von der untersuchten Substanz, dem abzudeckenden Zeitraum und den Haaren ab. Besprich Haarbehandlungen vor Vertragsabschluss mit der Untersuchungsstelle. Eine einzelne Analyse deckt nicht automatisch deinen gesamten benötigten Zeitraum ab.

Was du vor einer Haaranalyse klären solltest · Besonderheiten bei Alkoholnachweisen

Vorsicht vor unnötigen Nachweiskosten

Aus der Praxis ist ein Problem besonders relevant:

Menschen beginnen ein Abstinenzprogramm, bevor geklärt wurde, was sie für ihren konkreten MPU-Fall überhaupt nachweisen müssen.

Später stellt sich dann möglicherweise heraus, dass:

  • eine andere Nachweismethode benötigt wird,
  • der vorhandene Nachweis formal nicht geeignet ist,
  • der dokumentierte Zeitraum nicht zur fachlichen Fragestellung passt,
  • oder Abstinenz in dieser Form gar nicht das passende Veränderungsmodell war.

Kostenüberblick nach MPU-Anlass

Alkohol-MPU

Bei einer Alkohol-MPU können grundsätzlich folgende Kosten entstehen:

Fahrerlaubnisverfahren und Unterlagen, Begutachtung, Vorbereitung sowie gegebenenfalls Alkoholnachweise.

Wichtig ist dabei:

Eine Alkohol-MPU bedeutet nicht automatisch Abstinenz.

§ 13 FeV regelt verschiedene Konstellationen, in denen wegen einer Alkoholproblematik ein medizinisch-psychologisches Gutachten verlangt wird. Dazu gehört unter anderem das Führen eines Fahrzeugs mit mindestens 1,6 Promille Blutalkoholkonzentration beziehungsweise mindestens 0,8 mg/l Atemalkoholkonzentration.

Für die Frage, ob und welche Abstinenznachweise erforderlich sind, reicht der Promillewert allein jedoch nicht aus.

Deshalb ist eine Rechnung wie

„Alkohol-MPU = automatisch zwölf Monate Abstinenznachweise“

fachlich nicht zulässig.

MPU wegen Alkohol im Detail

Drogen-MPU

Bei klassischen Drogenfragestellungen spielen toxikologische Nachweise häufig eine größere Rolle.

Zusätzlich zu Begutachtung, Fahrerlaubnisverfahren und Vorbereitung können deshalb Urin- oder Haaranalysen hinzukommen.

Gerade hier ist wichtig, dass ein Nachweis nicht nur negativ, sondern für die Fahreignungsbegutachtung auch formal verwertbar und zur konkreten Fallkonstellation passend ist.

Nachweise bei Alkohol und anderen Drogen einordnen · Die Drogen-MPU fachlich einordnen

Cannabis-MPU

Bei Cannabis muss die aktuelle Rechtslage von älteren MPU-Regeln getrennt werden.

§ 24a Abs. 1a StVG regelt den Verkehrsverstoß bei 3,5 ng/ml oder mehr THC im Blutserum.

Die Frage, wann wegen einer Cannabisproblematik ein medizinisch-psychologisches Gutachten verlangt wird, ist dagegen insbesondere in § 13a FeV geregelt. Dort werden unter anderem Cannabismissbrauch und wiederholte Zuwiderhandlungen unter Cannabiseinfluss erfasst.

Damit gilt:

Ein THC-Verstoß und eine MPU-Anordnung sind nicht automatisch dasselbe.

Für die Kosten bedeutet das ebenfalls:

Ein THC-Verstoß darf nicht automatisch als

MPU + Vorbereitung + Abstinenzprogramm

berechnet werden.

Erst die tatsächliche fahrerlaubnisrechtliche Situation entscheidet, welche Kosten überhaupt entstehen.

Die genaue Abgrenzung bei Cannabis

MPU wegen Punkten

Bei einer reinen Punkte-MPU entstehen normalerweise keine substanzbezogenen Abstinenzkosten.

Die Kosten bestehen deshalb typischerweise vor allem aus:

  • dem Fahrerlaubnisverfahren,
  • der Begutachtung,
  • gegebenenfalls der Vorbereitung.

Bei der fachlichen Aufarbeitung geht es nicht nur darum, dass mittlerweile keine neuen Punkte hinzugekommen sind.

Relevant sind insbesondere die Hintergründe der wiederholten Verkehrsverstöße, Regelakzeptanz, Risikowahrnehmung, Verantwortungsübernahme und eine nachvollziehbare Veränderung des Verkehrsverhaltens.

MPU wegen Punkten im Detail

MPU wegen Straftaten oder Verkehrsauffälligkeiten

Plane die Begutachtung anhand der konkreten behördlichen Fragestellung. Hinzukommen können Vorbereitung, Unterlagen und gegebenenfalls das Fahrerlaubnisverfahren. Ohne zusätzlichen Substanzbezug ist ein Abstinenzprogramm kein pauschaler Kostenposten. Bei mehreren Fragestellungen solltest du ein Angebot für den vollständigen Untersuchungsumfang anfordern.

Vorbereitung bei Straftaten und Verkehrsauffälligkeiten

Deinen persönlichen Kostenplan aufstellen

  1. Notiere die Fragestellung aus dem Behördenschreiben und bereits vorhandene Unterlagen.
  2. Fordere bei der Begutachtungsstelle einen Gesamtpreis einschließlich aller vorgesehenen Untersuchungen an.
  3. Kläre bei benötigten Nachweisen Methode, Zeitraum und vollständige Programmkosten.
  4. Vergleiche Vorbereitung nach Leistungsumfang: Termine, Dauer, Materialien, Simulation und zusätzliche Sitzungen.
  5. Ergänze Behördengebühren, Unterlagen, Anfahrt und gegebenenfalls Sprachmittlung. Vermeide doppelt eingerechnete Paketleistungen.
  6. Notiere Fälligkeiten und vereinbarte Zahlungsbedingungen. Lass offene Posten als offen stehen, statt einen scheinbar genauen Gesamtpreis zu schätzen.

Deine Summe lautet: Begutachtung + Vorbereitung + tatsächlich benötigte Nachweise + Behördengebühren und Unterlagen + sonstige vereinbarte Ausgaben. Maßgeblich sind deine schriftlichen Angebote.

Was kostet eine zweite MPU?

Eine zweite MPU ist keine kostenlose Nachprüfung.

Wird eine neue Begutachtung durchgeführt, muss diese grundsätzlich erneut bezahlt werden.

Zusätzlich können Kosten entstehen für:

  • die Analyse des negativen Gutachtens,
  • weitere Vorbereitung,
  • zusätzliche oder fortgeführte Nachweise,
  • eine erneute MPU-Simulation,
  • gegebenenfalls weitere Unterlagen.

Ein negatives Gutachten sollte dabei nicht lediglich als Sammlung „falscher Antworten“ verstanden werden.

Entscheidend ist, weshalb die Fahreignungszweifel in der ersten Begutachtung nicht ausgeräumt werden konnten.

Was nach einem negativen MPU-Gutachten wichtig ist

Praxisbeispiele: Was kostet der gesamte MPU-Weg wirklich?

Die folgenden Beispiele sind keine Durchschnittspreise und keine individuellen Kostenvorhersagen.

Die Einzelposten stammen aus den Kostenbeispielen des ADAC (abgerufen am 24.09.2026). Sie sind keine Angebote von MPUdeincoach.

Rechenbeispiel: Punkte

Beispielhafte Kosten:

Begutachtung
ca. 500 Euro
Gruppenvorbereitung
ca. 600 Euro
Führerscheinantrag
ca. 250 Euro
Summe
ca. 1.350 Euro

ADAC-Beispiel ohne Abstinenznachweise. Weitere Unterlagen und Fahrtkosten gegebenenfalls ergänzen.

Rechenbeispiel: Alkohol

Beispielhafte Kosten:

Begutachtung
ca. 700 Euro
Sechs Urinproben
ca. 420 bis 600 Euro
Einzelvorbereitung
ca. 800 bis 1.000 Euro
Führerscheinantrag
ca. 250 Euro
Summe der Einzelposten
ca. 2.170 bis 2.550 Euro

Aus den Einzelposten des ADAC errechnet; dort gerundet etwa 2.200 bis 2.600 Euro. Die sechs Proben sind eine Beispielannahme, keine Empfehlung für deinen Nachweisplan.

Rechenbeispiel: Drogen

Beispielhafte Kosten:

Begutachtung
ca. 800 Euro
Zwei Haarproben
ca. 500 Euro
Einzelvorbereitung
ca. 1.300 Euro
Führerscheinantrag
ca. 250 Euro
Summe
ca. 2.850 Euro

ADAC-Beispiel. Ob Haaranalysen und der dargestellte Umfang zu deinem Fall passen, muss gesondert geklärt werden.

Was sagen diese Beispielrechnungen wirklich aus?

Vor allem eines:

Nicht die MPU selbst kostet zwingend mehrere tausend Euro. Der gesamte Weg kann mehrere tausend Euro kosten.

Das ist der entscheidende Unterschied.

Im oben belegten Punkte-Beispiel ergibt sich: 500 Euro Begutachtung + 600 Euro Gruppenvorbereitung + 250 Euro Antrag = 1.350 Euro. Zusätzliche Unterlagen oder Anfahrten sind in dieser Rechnung nicht enthalten. Ersetze jeden Posten durch dein eigenes Angebot.

Genau diese unterschiedlichen Kostenblöcke werden im Alltag häufig miteinander vermischt.

Welche MPU-Kosten sind zwingend – und welche nicht?

Das hängt zunächst davon ab, in welcher fahrerlaubnisrechtlichen Situation du dich befindest.

Wenn für dein Fahrerlaubnisverfahren ein MPU-Gutachten beigebracht werden soll, entstehen die Kosten der Begutachtung.

Nach einer Entziehung entstehen regelmäßig zusätzlich Kosten für das Neuerteilungsverfahren und die erforderlichen Unterlagen.

Nicht grundsätzlich vorgeschrieben sind dagegen:

  • eine kostenpflichtige MPU-Vorbereitung,
  • eine MPU-Simulation,
  • Bücher,
  • Workbooks,
  • Videokurse,
  • Abstinenznachweise bei jedem MPU-Anlass.

Abstinenznachweise können jedoch bei einem konkreten Alkohol- oder Drogenfall fachlich notwendig sein.

Wo entstehen in der Praxis unnötige MPU-Kosten?

Ein Teil vermeidbarer Kosten entsteht nicht bei der Begutachtungsstelle, sondern bereits vorher.

Typische Situationen aus der Praxis sind:

Ein Abstinenzprogramm wird begonnen, bevor geklärt wurde, ob dieses zum Fall passt.

Ein umfangreiches Vorbereitungspaket wird gebucht, ohne vorher die tatsächliche Ausgangslage zu betrachten.

Mehrere Anbieter werden gleichzeitig bezahlt.

Eine MPU wird durchgeführt, obwohl wichtige Aufarbeitung oder Nachweise noch fehlen – und später muss eine zweite Begutachtung bezahlt werden.

Oder ein sehr günstiges Angebot wird gebucht, das die tatsächlich benötigte individuelle Leistung gar nicht enthält.

Eine seriöse Kostenplanung beginnt deshalb mit der Frage:

Was brauche ich in meinem Fall tatsächlich – und was nicht?

Warum solltest du MPU-Vorbereitungen nicht nur nach dem Preis vergleichen?

Selbstlernprodukte, Gruppenangebote und persönliche Einzelbegleitung enthalten unterschiedliche Leistungen.

Ein Vergleich nur über den Endpreis sagt deshalb wenig aus.

Ein Anbieter verkauft möglicherweise ausschließlich einen Videokurs.

Ein anderer bietet ein Gruppenseminar.

Ein dritter mehrere persönliche Einzelgespräche.

Und ein weiterer kombiniert Fallanalyse, intensive Aufarbeitung, Materialien, Check-ups und MPU-Simulationen.

Erst wenn der tatsächliche Leistungsumfang vergleichbar ist, lässt sich auch der Preis sinnvoll einordnen.

Was kostet die MPU-Vorbereitung bei MPUdeincoach?

Bei MPUdeincoach soll deshalb nicht nur ein Paketpreis im Vordergrund stehen.

Entscheidend ist transparent zu zeigen:

  • welchen Umfang die persönliche Begleitung hat,
  • wie der individuelle Fall aufgearbeitet wird,
  • welche Materialien enthalten sind,
  • welche Check-ups dazugehören,
  • ob eine MPU-Simulation enthalten ist,
  • welche weitere Begleitung vorgesehen ist,
  • und welchen Gesamtpreis die jeweilige Leistung hat.

So kannst du Leistungen tatsächlich miteinander vergleichen.

Die eigenen Vorbereitungsangebote im Überblick:

  • MPU-Kompass Workbook: digitales Workbook, im eigenen Tempo · Selbstbearbeitung ohne feste Termine
  • MPU-Kompass Videokurs: Selbstlernkurs, jederzeit abrufbar · Selbstlernen ohne feste Termine
  • Akten- & Gutachtencheck: einmalige Analyse deiner Unterlagen · ca. 1,5 Std. persönliche Zeit
  • Negativgutachten-Analyse: gezielte Analyse deines abgelehnten Gutachtens · ca. 2 Std. persönliche Zeit
  • Gruppenseminar: 2 Tage à 7 Std. · 14 Std. Gruppenbetreuung
  • Tagesseminar Intensiv: 5 Std. Seminar + 2x 45 Min Check-ups · ca. 6,5 Std.
  • Begleitete MPU-Vorbereitung: 6 Gespräche + 1 Abschlusscheck · ca. 7 Std. 1:1
  • Individuelle MPU-Vorbereitung: 8 Einzeltermine + 1 Simulation à 90 Min · ca. 9,5 Std. 1:1
  • MPU Intensiv: 9 Einzeltermine + 2 Simulationen · ca. 12 Std. 1:1
  • High-Touch Premium: 12 Einzeltermine + 2 Simulationen · ca. 15 Std. 1:1
  • Neustart Basis: Gutachtenanalyse + 3 Nachbereitungstermine + 1 Abschlusscheck · ca. 5 Std.
  • Neustart Plus: Gutachtenanalyse + 6 Termine + 1 Simulation · ca. 8 Std.

Was kostet eine MPU-Vorbereitung?

Je nach Ausgangssituation, Anlass und notwendigem Vorbereitungsumfang liegt eine professionelle MPU-Vorbereitung bei MPU-deincoach in der Regel zwischen 890 € – 2.290 €.

Welcher Umfang in deinem Fall tatsächlich sinnvoll ist, lässt sich nicht allein am MPU-Anlass festmachen. Entscheidend sind unter anderem deine Vorgeschichte, die vorhandenen Unterlagen, mögliche Abstinenznachweise und die Frage, wie umfangreich die persönliche Vorbereitung sein muss.

Deshalb bekommst du bei uns nicht einfach irgendein Paket empfohlen. Wir schauen uns zuerst deinen Fall an und klären anschließend, welche Vorbereitung tatsächlich zu deiner Situation passt.

Umfang und Preis richten sich nach deinem individuellen Vorbereitungsbedarf. Kosten der eigentlichen MPU, Abstinenznachweise, Laborleistungen und behördliche Gebühren sind nicht enthalten.

Umfang und Preis deiner Vorbereitung bei MPUdeincoach werden individuell nach der Fallanalyse geklärt und vor einer Beauftragung schriftlich vereinbart. Begutachtung, Behörde und Labor sind separate Kosten.

Du weißt noch nicht, welche Vorbereitung oder welche Nachweise in deinem Fall überhaupt relevant sind?

Häufige Fragen zu MPU-Kosten

Es gibt keinen bundesweit einheitlichen Gesamtpreis. Für die eigentliche Begutachtung werden aktuell häufig mehrere hundert Euro verlangt. Hinzukommen können Fahrerlaubnisverfahren, benötigte Unterlagen, Vorbereitung sowie gegebenenfalls Abstinenznachweise. Bei umfangreicheren Fällen können sich die Gesamtkosten deshalb auf mehrere tausend Euro summieren.

Nein. Eine kostenpflichtige MPU-Vorbereitung ist keine allgemeine gesetzliche Voraussetzung für die Begutachtung. Fachlich geht es bei der MPU allerdings um nachvollziehbare Problemerkenntnis, Ursachenverständnis und stabile Verhaltensänderung – nicht um auswendig gelernte Musterantworten.

Wenn für dein Fahrerlaubnisverfahren eine MPU beigebracht werden soll, muss die Begutachtung bezahlt werden. Nach einer Fahrerlaubnisentziehung kommen regelmäßig Gebühren des Neuerteilungsverfahrens und Kosten für erforderliche Unterlagen hinzu. Vorbereitung, Simulation, Bücher oder Videokurse sind nicht allgemein vorgeschrieben. Auch Abstinenznachweise gehören nicht automatisch zu jeder MPU, können im konkreten Fall jedoch fachlich erforderlich sein.

Der ADAC nennt aktuell ungefähr 70 bis 100 Euro pro Urinuntersuchung und etwa 200 bis 300 Euro pro Haaranalyse. Je nach benötigtem Zeitraum und Anzahl der Untersuchungen können insgesamt mehrere hundert Euro entstehen.

Eine erneute MPU muss grundsätzlich erneut bezahlt werden. Hinzukommen können Kosten für weitere Vorbereitung, Gutachtenanalyse, zusätzliche Nachweise oder eine neue Simulation.

Bei einer reinen Punktefragestellung entstehen normalerweise keine substanzbezogenen Abstinenznachweise. Bei Drogenfällen können dagegen zusätzlich toxikologische Untersuchungen erforderlich sein. Außerdem unterscheiden sich die Begutachtungsentgelte je nach Anlass und Begutachtungsstelle.

Fazit: Mit welchen MPU-Kosten solltest du 2026 rechnen?

Einen einheitlichen MPU-Preis gibt es nicht.

Für die eigentliche medizinisch-psychologische Begutachtung solltest du 2026 mit mehreren hundert Euro rechnen. Je nach Begutachtungsstelle und Fragestellung kann der Betrag ungefähr 1.000 Euro erreichen oder darüber liegen.

Nach einer Fahrerlaubnisentziehung kommen Kosten des Neuerteilungsverfahrens hinzu. Der gesetzliche Gebührenrahmen reicht aktuell von 35,70 bis 258,50 Euro für die oben genannte Gebührenposition. Erfrage den Gesamtbetrag einschließlich möglicher Auslagen bei deiner Behörde.

Zusätzlich können Kosten für Passfoto, Sehtest, Erste-Hilfe-Nachweis oder – abhängig von der Fahrerlaubnisklasse – weitere Unterlagen entstehen.

Bei der Vorbereitung reicht der Markt von günstigen Selbstlernangeboten bis zu umfangreichen persönlichen Programmen für mehrere tausend Euro.

Abstinenznachweise können weitere mehrere hundert Euro verursachen, sind aber nicht automatisch Bestandteil jeder Alkohol-, Cannabis- oder Drogen-MPU.

Deshalb kann eine Punkte-MPU ohne Nachweise finanziell deutlich anders aussehen als eine Alkohol- oder Drogen-MPU mit längerer Nachweisdokumentation und umfangreicher persönlicher Vorbereitung.

Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht:

„Was kostet eine MPU durchschnittlich?“

Sondern:

„Welche dieser Kosten fallen in meinem konkreten Fall tatsächlich an?“

Erst wenn das geklärt ist, lässt sich seriös einschätzen, was der gesamte Weg zur Fahrerlaubnis kostet.

Weiterführende Themen zur MPU-Planung